Genderkompetenz in der PädagogInnenbildung NEU

Genderkompetenz in der PädagogInnenbildung NEU

Derzeit wird das System der Lehrer_innenbildung in Österreich neu organisiert. Seit 2016 werden künftige Lehrkräfte der Sekundarstufe (Gymnasium und Neue Mittelschule) an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten gemeinsam ausgebildet und können an beiden Schultypen unterrichten. ALLE künftigen Lehrkräfte – auch die Volksschullehrer_innen schließen mit Bachelor und Master ab. Grundprinzipien dieser neuen Ausbildung betreffen die Gender/Diversität und bilden sich auch im Qualitätshandbuch für die Curriculaerstellung ab:

“Ausgehend von ihrem Selbstverständnis, Lehrende in den Mittelpunkt zu stellen, sind PädagogInnen in der Lage, Individuen gemäß ihrer jeweiligen Möglichkeiten angemessen zu fördern und auf deren Stärken und Bedarfe einzugehen. PädagogInnen haben eine inklusive Grundhaltung und fundierte wissenschaftliche Kenntnisse, mit Diversität im Rahmen eines institutionellen Gesamtkonzeptes umzugehen. PädagogInnen können die Vielfalt der Lernenden, z. B. in Bezug auf Migrationshintergrund, sprachliche Bildung (Mehrsprachigkeit, Deutsch als Bildungssprache, Deutsch als Zweitsprache), Geschlecht, besondere Bedarfe, kulturelle Aspekte, sozio-ökonomischen Status, Bildungshintergrund, Erwartung und Anspruch an das Bildungswesen, für ihre Tätigkeit produktiv nutzen. Sie sehen jegliche Kompetenz als Ressource und Potenzial an. Sie sind sich der Gefahr stereotyper Zuschreibungen bewusst und können damit reflektiert umgehen. Ihr Wissen um soziale und kulturelle Kontexte versetzt sie in die Lage, Möglichkeiten und Grenzen ihres Handelns zu erkennen.” (Braunsteiner et. al. (2014). Grundlagen und Materialien zur Erstellung von Curricula. Graz)

Gender Kompetenz in der PaedagogInnenbildung NEU