Doing Gender/Undoing Gender

Doing Gender/Undoing Gender

Der Begriff verweist darauf, dass bei „Gender” von einer soziokulturellen Konstruktion ausgegangen wird. Geschlechterzuschreibungen werden von klein auf gelernt und durch die Erwartungen des Umfelds bestärkt. Das Denken in zwei Geschlechtern hat in jedem Menschen Vorstellungen und Erwartungen zur Folge, wie das eigene oder das andere Geschlecht zu sein oder sich zu verhalten hat. Diese Vorstellungen sind ein gestaltendes und prägendes Element in institutionalen Prozessen und der alltäglichen Interaktion und Kommunikation. „Geschlechtsneutrales” Verhalten gibt es nicht. So wird Gender als soziale Konstruktion im Alltag ständig hergestellt. „Undoing gender” meint, in bestimmten Situationen und Kontexten bewusst auf eine Neutralisierung von Geschlechterdifferenz hinzuwirken.