Berufsorientierung, Einkommensverteilung

Berufsorientierung, Einkommensverteilung

Laut dem BMB (Bundesministerium für Bildung) sollen Entscheidungen über Bildungs- bzw. Ausbildungswege entlang der Begabungen und Talente, unabhängig vom familiären, sozialen und regionalen Hintergrund sowie unabhängig vom Geschlecht getroffen werden.

Jedoch „(…) die guten Schulleistungen der Mädchen haben keinen entsprechenden Berufserfolg zur Folge, die untergeordnete schlechtbezahlte Stellung der Frauen im Beruf bleibt nach wie vor bestehen.“ (Annedore Prengel 2006)

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht horizontale und vertikale Segregation, die sich in als technisch oder sozial wahrgenommenen Arbeitsfeldern äußert.

Technische Berufe sind männlich dominiert, was auch hinsichtlich der Bandbreite des Berufsspektrums für Frauen nachteilig ist. Die männliche Dominanz bring auch eine „männliche Kultur“ mit sich, die es für Mädchen noch schwieriger macht, dort Fuß zu fassen.

Soziale und Bildungsberufe sind weiblich dominiert, im Schnitt schlechter bezahlt und für Burschen aus mehreren Gründen unattraktiv (oft als unvereinbar mit männlicher Identität erlebt). Auch die weibliche Dominanz macht es für Männer schwierig, in diesen Bereichen Fuß zu fassen, die Dynamiken sind aber sehr verschieden.

Die Kluft zwischen Mädchen und Burschen in den naturwissenschaftliche Fächern hat sich (laut der letzten PISA-Studie) zu Ungunsten der Mädchen vergrößert – umgekehrt verhält es sich in Sachen Lesekompetenz.

Daher ist es ein wichtiges Anliegen der Berufsorientierung „traditionelle Einstellungen und Vorurteile im Hinblick auf Berufs- und Bildungswege zu überprüfen, und zielt darauf ab, den Raum möglicher Berufs- und Bildungsentscheidungen, insbesondere für Schülerinnen, zu erweitern.“

Geschlechtersensible Berufsorientierung im Lehrplan der verbindlichen Übung „Berufsorientierung“ (AHS bzw. NMS)